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PSA - Pro & Contra
Prof. Wirth: Leitlinie |Prostatakrebsfrüherkennung
Infoblatt PSA-Test
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Das Infoblatt können Sie hier als PDF-Datei laden (183 KB).


Der PSA-Test auf Prostatakrebs

 

Ziel dieser Information

Prostatakrebs ist eine schwere Erkrankung. Eine von den Krankenkassen bezahlte Methode der Vorsorgeuntersuchung ist das Abtasten der Prostatarückfläche durch den Enddarm. Diese Methode entdeckt jedoch häufig erst tastbare Tumore, die eine gewisse Größe erreicht haben und damit zum Teil schon fortgeschritten sind. Der PSA-Test gibt einen frühen Hinweis auf das Vorhandensein des Krebses. Er steht allen Männern zur Verfügung, die sich testen lassen möchten. Aber Experten sind geteilter Meinung über den Nutzen des PSA-Tests. Es ist nicht sicher, dass jeder durch PSA-Messung entdeckte Tumor auch behandelt werden muss.

Das Ziel dieser Information ist es, Sie umfassend über den PSA-Test zu informieren und wir hoffen, Ihnen behilflich sein zu können bei der Entscheidung, ob der Test für Sie richtig ist.

Sie sollten diese Informationen mit Ihrem Arzt besprechen.

Was wissen wir über Prostatakrebs?

Prostatakrebs ist bei Männern die zweithäufigste Krebstodesursache. Ein Prostatakrebs wird in Deutschland jedes Jahr bei rund 40.000 Männern
festgestellt und ca. 12.000 Männer versterben jährlich daran. Prostatakrebs ist unter 50 Jahren selten. Das Risiko ist größer, wenn in der Familie
bereits Prostatakrebserkrankungen vorgekommen sind. Prostatakrebs ist in westlichen Industrieländern häufiger als in Japan, China und anderen
asiatischen Ländern. Dies hat die Vermutung nahe gelegt, dass ein Zusammenhang mit westlichen Lebensgewohnheiten, z.B. der fettreichen Ernährung, besteht.

Die Prostata ist eine Drüse. Sie liegt am Blasenausgang und umgibt die Harnröhre ringförmig. Prostatakrebs kann sehr langsam, aber auch sehr
schnell wachsen. Er macht im Frühstadium in der Regel keinerlei Beschwerden (Symptome). Beschwerden treten meist erst dann auf, wenn der Krebs bereits fortgeschritten ist. Das Risiko Metastasen zu bilden, steigt mit der Bösartigkeit der Tumorzellen selbst und der Größe des Tumors in der Prostata. Nur im Frühstadium des Prostatakrebses ist eine Heilung in ca. 80 bis 90 % der Fälle möglich.

Prostatakrebs ist die zweithäufigste Krebstodesursache bei Männern
Nur im Frühstadium ist eine Heilung möglich
Prostatakrebs ist bei Männern unter 50 Jahren selten

Was ist ein PSA-Test?

Es ist ein Bluttest, der die PSA-Konzentration im Blut misst. PSA (Prostata-spezifisches Antigen) ist eine auch von der gutartigen Prostatadrüse
produzierte Substanz, die auf natürlichem Wege in das Blut abgegeben wird. Eine erhöhte PSA-Konzentration kann ein früher Hinweis auf Prostatakrebs sein. Aber auch andere Erkrankungen (z.B. Vergrößerung der Prostata, Prostatitis, Harnwegsinfektion) können einen PSA-Anstieg verursachen.

Ungefähr zwei von drei Männern mit erhöhtem PSA haben jedoch keinen Prostatakrebs. Aber: Je höher der PSA-Wert ist, desto wahrscheinlicher
ist Krebs die Ursache.

Noch wichtiger als die Höhe des PSA-Wertes ist ein Anstieg des PSA. Daher sind regelmäßige jährliche Untersuchungen notwendig zur Früherkennung
von Prostatakrebs.

In sehr seltenen Fällen produziert ein Prostatakrebs kein PSA. Dann hilft der PSA-Test bei der Früherkennung nicht.

Der PSA-Test ist ein Bluttest zur Früherkennung des Prostatakarzinoms
Trotzdem haben viele Männer mit erhöhtem PSA-Wert keinen Prostatakrebs
Es ist möglich - wenn auch sehr selten -, dass der PSA-Test den Prostatakrebs nicht erkennt

Was passiert nach dem PSA-Test?

Zusammengefasst lässt sich sagen: Nach dem PSA-Test und der Tast-Untersuchung der Prostata mit dem Finger gibt es folgende Möglichkeiten.

PSA ist nicht erhöht:
Krebs ist unwahrscheinlich
Keine weiteren Sofortmaßnahmen erforderlich
PSA ist leicht erhöht:
Wahrscheinlich kein Krebs
Weitere Untersuchungen empfehlenswert
PSA ist deutlich erhöht:
Weitere Untersuchungen sind nötig, um festzustellen, ob Prostatakrebs die Ursache ist

Grundsätzlich gilt:
Unabhängig vom PSA-Wert muss ein verdächtiger Tastbefund abgeklärt werden!

Welche weiteren Untersuchungen werden durchgeführt?

Ist Ihr PSA deutlich erhöht, dann wird eine Prostatabiopsie erforderlich, um festzustellen, ob Sie Prostatakrebs haben. Dabei werden Ultraschall-gesteuert über den Enddarm Proben aus der Prostata entnommen. Dies geschieht in der Regel ambulant mit einer örtlichen Betäubung oder einer sogenannten Kurznarkose unter antibiotischem Schutz. Die häufigste Komplikation der Prostatabiobsie ist trotzdem eine Prostataentzündung bei ca. 1,5 Prozent der Fälle. Diese Entzündung muss umgehend behandelt werden.

Aber es kommt auch vor, dass mit der Gewebeprobe (Biopsie) ein tatsächlich vorhandener Krebs nicht gefunden wird. Die Sorge bleibt also, selbst nach einem so genannten "negativen" Ergebnis.

Obwohl ein erhöhter PSA-Wert auf einen Prostatakrebs hinweist, ist eine Gewebeprobe erforderlich, um ihn nachzuweisen
Etwa zwei von drei Männern, die sich einer Biopsie unterziehen, haben keinen Prostatakrebs

Weitere Informationen finden Sie auch unter www.prostata.de.

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