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Artikel aus der Zeitschrift "Urologische Nachrichten", Februar 2005

Urologen fragten nach der PCa-Versorge

KÖLN - Mit etwa 15 Prozent nimmt nur ein erschreckend kleiner Teil der über 45-Jährigen diese Chance auf ein besseres Leben wahr.

Es wird Zeit, dass mehr für Vorsorge-Untersuchungen geworben wird. "Das Thema wird bei Männern immer noch tabuisiert. Ich habe mich intensiv damit auseinandergesetzt und gehe einmal im Jahr zur Kontrolle. Das ist das Mindeste, was ich für mich tun kann", stellt Dr. Henning Scherf (66) in einer von Deutschlands Urologen (DGU und BDU) initiierten Umfrage unter Prominenten zum Thema Männergesundheit fest. Damit gehört Bremens Bürgermeister zu den wenigen deutschen Männern, die die Möglichkeit zu Vorsorge und Früherkennung nutzen.

Der Großteil der deutschen Männer setzt seine Gesundheit aufs Spiel. Sie scheuen den Gang zum Spezialisten - mit dem Ergebnis, dass Jahr für Jahr mehr als 11 000 Männer an Prostata-Krebs sterben, obwohl bei frühzeitiger Erkennung der Krankheit neun von zehn Patienten geheilt werden können. "Die Prostata ist leider für viele immer noch ein Tabuthema", bedauert auch Dr. Margit Fisch, Pressesprecherin der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU) und Leiterin des Urologischen Zentrums Hamburg. Dabei haben sich Prostataleiden längst zur Volkskrankheit entwickelt. Etwa drei Millionen Männer sind in Behandlung. Nach Schätzungen von Ärzten leidet rund die Hälfte der 50-Jährigen an einer meist gutartigen Vergrößerung der Prostata. Das Prostatakarzinom ist mit geschätzten 40 670 Neuerkrankungen im Jahre 2000 die häufigste Krebserkrankung beim Mann. Mit ihrer Prominenten-Aktion wollen deutsche Urologen die Vorsorgebereitschaft der Männer steigern. "Nur durch eine gute Aufklärung können wir die Männer vermehrt zur Teilnahme an der Krebsfrüherkennung bewegen", betont der Präsident des Berufsverbandes der Deutschen Urologen (BDU), Dr. Klaus Schalkhäuser.

Vorsorge kann Leben retten. Der "heute journal"-Moderator Klaus-Peter Siegloch (58): "Ich gehe einmal im Jahr zur Kontrolle. Bei Früherkennung ist Prostata-Krebs immerhin zu fast 90 Prozent heilbar." Gemeinsam mit ihm machen sich jetzt viele prominente deutsche Schauspieler, Politiker, Sportler und Journalisten in der Informations-Aktion der DGU und des BDU für mehr Aufklärung in puncto Männergesundheit stark.

(Quelle: Pressestelle von DGU und BDU)



(c) Urologische Nachrichten, Biermann Verlag GmbH - Veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung des Verlages

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