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American Urological Association Annual Meeting 21. - 26. Mai 2005 in San Antonio, Texas, USA| Publikationsnummer: | 1482 | | Titel der Präsentation: | Auswirkungen des PSA Screenings auf die Nachweisrate für Prostatakarzinome | | Kategorie: | 41 - Nachweis und Screening | | Verfasser: | P. Berger*, Jasmin Bektic, Alexandre Pelzer, Nicolai Leonhartsberger, Hannes Steiner, Georg Bartsch, Wolfgang Horniger, Innsbruck |
Einführung und Zielsetzung: Die Einführung des Prostata-spezifischen Antigens (PSA) hat bei Patienten mit Prostatakarzinom zu einer Verschiebung hin zu einem niedrigeren Tumorstadium zum Zeitpunkt der Diagnosestellung geführt. Die Zielsetzung der vorgelegten Studie bestand in der Bewertung der Effekte des PSA Screenings mit niedrigen PSA-cut-off-Werten auf den Prozentsatz positiver Prostatabiopsien pro Jahr.
Methoden: Zwischen 1995 und 2003 wurde bei insgesamt 4810 Männern wegen erhöhter Gesamt-PSA Werte (tPSA) eine transrektale ultraschallgesteuerte Prostatabiopsie durchgeführt. Durch Änderungen des Biopsieprotokolls bedingt stieg die Anzahl gewonnener Biopsien im Lauf der Jahre von 6 Proben (Januar 1993 bis Oktober 1995) auf insgesamt 10 Proben an (November 1995 bis März 2000). Seit April 2000 wurden zusammen mit den systematischen Zehnfachbiospsien auch fünf kontrastverbesserte Biopsien gewonnen, die unter intravenöser Infusion eines Ultraschallkontrastmittels gezielt in hypervaskulären Regionen entnommen wurden. Alle Biopsien wurden mit einer 18 Gauge Biopsiekanüle transrektal genommen. Über den Verlauf der Jahre wurden die Detektionsraten für Prostatakarzinome ebenso wie die Gleason-Scores und PSA Werte bei Männern mit und ohne Prostatakarzinom bewertet.
Ergebnisse: Bei Patienten mit diagnostiziertem Prostatakarzinom zeigten die mittleren PSA Werte eine signifikante Abnahme (von einem Mittelwert 10,6 ng/ml im Jahr 1995 auf einen Mittelwert von 4,7 ng/ml im Jahr 2003), wohingegen die mittleren Nachweisraten für eine Prostatakarzinom über die Jahre hinweg jedoch keinen Abfall aufwiesen (Mittelwert: 27,7 %; Bereich: 25,1 % - 30 %). Die für tPSA, Prostatakarzinom-Detektionsrate und Gleason-Scores ermittelten Veränderungen sind in der Tabelle aufgeführt. Ein p-Wert von < 0,05 wurde als statistisch signifikant angesehen.
Schlussfolgerungen: Das PSA Screening mit niedrigen Cut-off-Werten hat bei Patienten mit Prostatakarzinom zu einer signifikanten Reduktion der mittleren PSA Werte bei Baseline geführt, während es zu keiner Veränderung bei der mittleren Prostatakarzinom-Nachweisrate gekommen ist. Da es sich bei vielen dieser nachgewiesenen Karzinome um signifikante Tumore handelt, unterstützen die vorgelegten Resultate das PSA Screening mit niedrigen PSA-Cut-off-Werten. | | Mittlerer tPSA-Wert | Prostatakarzinom- Detektionsrate (%) | Mittlerer Gleason-Score (bx) | | ______________ | ____________ | ________________ | ______________ | | 1995 | 10,60 | 25,10 | 4,54 | | 1996 | 9,30 | 26,60 | 4,96 | | 1997 | 7,90 | 25,10 | 5,16 | | 1998 | 6,30 | 29,60 | 6,09 | | 1999 | 6,50 | 29,00 | 6,08 | | 2000 | 5,60 | 30,00 | 6,18 | | 2001 | 5,20 | 29,50 | 6,20 | | 2002 | 4,80 | 26,20 | 6,31 | | 2003 | 4,70 | 28,50 | 6,25 | | ______________ | ____________ | ________________ | ______________ | p-Wert zwischen 1995 und 2003 | p < 0,05 | p < 0,65 | p < 0,05 |
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